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5. Etappe (Jahr 2007)

alle Texte aus: Auflageprojekt von Fröhlich Wasserbau AG

Der Huebbach, der auf der Fläche der Stiftung Seebachtal vollständig offen gelegt wurde, bildete ein Kernelement der Renaturierung. Das folgende Massnahmenpaket mit den entsprechenden Rahmenbedingungen wurde umgesetzt:
  • Oberbodenabtrag (Aushagerung) in den zur Extensivierung und für die Bachmündung / Delta vorgesehenen Flächen (bis Ende 2006 noch intensiv landwirtschaftlich genutzt), Stärke 0.2 m (Randbereiche auslaufend auf null), Fläche ca. 0.4 ha.Bachkorridor: Gesamtbreite im Durchschnitt ca. 25m mit einem Bachkorridor von 20 m (inkl. 7 m für Werkleitungen und Allee, siehe unten), gegen Delta Verbreiterung auf 40 mPufferstreifen (Wiesland) zwischen Bachkorridor und Ackerland: 5 m Grenze Bachkorridor - Pufferstreifen: „Beurteilungs-/ Diskussionslinie". Erreicht die Gerinneentwicklung diese Linie, muss die weitere Entwicklung regelmässig beobachtet werden und mögliche Massnahmen diskutiert werden. Einfache ingenieurbiologische Massnahmen zur Ufersicherung sollen ergriffen werden (z.B. Steckhölzer, Faschinen).Grenze Pufferstreifen - Ackerland: „Interventionslinie". Erreicht die Gerinne-entwicklung diese Linie, so sind Massnahmen zur Vermeidung weiterer Seitenerosion zu ergreifen. Aufgrund des vorgesehenen Bachverlaufes ziemlich genau in der Hangfalllinie und das mässige Gefälle von 1.6 % kann mit den unten („Initialgerinne") aufgeführten Massnahmen mit grosser Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass der Bach sich innerhalb des vorgesehenen Korridors stabilisiert.
  • Zusätzlich stabilisierend wirkten im Bachkorridor aufkommende Gehölze (Verbuschung wird, mit Ausnahme eines Streifens von ca. 3 m entlang der Strasse bewusst in Kauf genommen).Initialgerinne-Aushub: Sohlenbreite: ca. 1.5 m (variabel 1.0 m - 2.0 m); Länge ca. 130 m; Sohlengefälle ca. 1.6%; Böschungen 1 : 1, ohne Ufersicherungen; Bachlauf in Längsrichtung leicht seitlich bewegt +/- 2 m; 3-4 Riegel aus Nagelfluhbollen zur Strukturanreicherung und Erosionskontrolle unter gleichzeitiger Wahrung der Entwicklungsdynamik des Baches (Entwicklung von Bereichen mit Stromschnellen, punktuell leichte seitliche Fixierung zur Festlegung des Trassees); teilweise eingegrabener Baumstamm als Erosionsbremse; Strukturelemente in Bachgerinne: Baumstrünke und Totholz (aus Rodung Ufergehölz Flachuferbereich Sömme) und allenfalls im Aushub angetroffene Findlinge. Dynamische Gerinneentwicklung (ohne Vorgabe Initialgerinne, nur Abhumusieren des Mündungsdeltas): Steilstrecke (J = ca. 4%, L = ca. 50 m) und Deltabereich (J = ca. 1.8%, L = ca. 75 m)
  • Gezielte Durchforstung des Ufergehölzes im Mündungsbereich in Absprache mit dem Revierförster. Förderung gestufter Waldränder.Pflanzung einer Allee mit 5 Wildkirschen, Abstand von Strasse ca. 7 m und Pflanzabstand ca. 25 m.
  • Steg Deltabereich Huebbach: Führung auf einfachem Holzsteg: Länge des Steges voraussichtlich 20 m (dynamischer Gerinnebereich, allenfalls mit Deltabildung) In der Sömme, der Parzelle südlich des Hüttwilersee wurde das Schwergewicht auf Flachufer, Amphibientümpel und Flachmoorregenerierung gelegt.
  • Das folgende Massnahmenpaket mit den entsprechenden Rahmenbedingungen wurde umgesetzt: Oberbodenabtrag (Ausmagerung) in den zur Extensivierung und für die Flachufergestaltung vorgesehenen Flächen (bis Ende 2006 noch intensiv landwirtschaftlich genutzt), Stärke 0.2, Fläche ca. 1.2 ha.
  • Bereich Flachufergestaltung: Rodung des Ufergehölzgürtels (Gebüsch / Weiden und Birken, Erlen, keine markanten Einzelbäume vorhanden) auf einer Länge von ca. 100 m, markante Baumgruppe (ca. L = ca. 20 m) inselartig erhalten. Förderung gestufter Waldränder.Offenlegung der beiden Drainage-Hauptableitungen (ZR 150 mm und ZR 200 mm) auf den letzten 50 m vor der Mündung in den See, gestreckte Führung als offene Wiesengräben, Abbruch der Mündungsbauwerke (Betonmauern).Abbruch der untersten 50 m der Bachleitung des Huebbaches, Anlage eines offenen Wiesengrabens zur Ableitung von allenfalls noch in der alten Bachleitung zufliessendem Drainage- / Sickerwasser.
  • Drei Absetzbecken bei den Ausläufen der Drainage-Hauptableitungen und der alten Bachleitung: je ca. 5 m x 3 m, Tiefe ca. 1.0 m.Anlage von ca. 5 Amphibientümpeln, Fläche je ca. 30 m2 bis 150 m2, Tiefe ca. 0.4 m - 1.0 m.Geländeabtrag für Flachufergestaltung am Südufer des Hüttwilersees um ca. 0.5 m bis 1.5 m, Fläche ca. 0.4 ha (Linienführung und Neigungen der Böschungen variabel).
  • Uferabflachung entlang des Verbindungskanals Hasensee - Hüttwilersee (über ca. 100 m).Neubau einer einfachen Flurstrasse (Stichstrasse) zur Erschliessung der landwirt-schaftlich nutzbaren Restparzelle: B = 3.0 m, L = ca. 130 m.Fussweg: Abschnitt des Rundweges um die drei Seen, einfacher Ausbau: Offene Flur: Breite 1.5 m, Koffer: 20 cm Wandkies / 5 cm Bergschotter, Länge ca. 400 m (inkl. Abschnitt bei Offenlegung Huebbach); Moorwald: Breite 1.0 m, Länge ca. 300 m, unbefestigt, eingestreut mit aus der Durchforstung des Wegtrassees anfallenden Holzschnitzeln; 2 kurze, einfache Holzstege, Länge je ca. 5 m zur Überbrückung eines Wassergrabens und eines Sumpfbereiches aus je zwei liegenden Weisstannenstämmen mit Gehbelag aus Weisstannenbohlen. Steg Flachuferbereich Sömme: Führung auf Holzsteg (analog Nussbaumersee Süd): Länge: ca. 40 m, Breite ca. 1.2 - 1.5 m; OK Steg leicht über dem Niveau des durchschnittlichen jährlichen Seehochstandes auf 434.70 m ü.M. (mittl. Jährlicher Seehöchststand 1998 - 2003: 434.59 m ü.M.).