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Renaturierung "Im Riet" 2003


Aufgrund der positiven Erfahrungen mit der Uferabflachung 2002 im "Puurenriet" entschloss man sich, diese Methode im Gebiet "Im Riet" ebenfalls anzuwenden. Auf einer Fläche von knapp drei Hektaren wurden im Herbst/Winter 2003 Ufer abgeflacht, Amphibientümpel angelegt, Flachmoorbereiche renaturiert, Drainagen offen gelegt und Einzelbäume und heimische Weichhölzer gepflanzt.

Unmittelbar südlich der Uferabflachung kamen die Erkenntnisse der Forschungsarbeiten der ETHZ erstmals zur Umsetzung: Auf gut zwei Hektaren wurde der nährstoffgesättigte Oberboden 20 bis 40 cm tief abgetragen. Für die Reaktivierung der moorigen Böden eignete sich das gewählte Grundstück ganz besonders, denn aufgrund der topographischen Situation konnten dort effizient genau jene Voraussetzungen geschaffen werden, welche ideal für die erfolgreiche Wiederansiedlung von Flachmoorarten sind.

Aspekt der renaturierten Fläche kurz vor Abschluss der Bauarbeiten im März 2004.

Die Ziele der Revitalisierungsmassnahmen im Gebiet "Im Riet" waren:
  • Revitalisierung von moorigen Böden
  • Erhöhen des Gewässerangebots mit fischfreien Teichen und Tümpeln
  • Schaffung von markanten Landschaftwelementen (Eichenpflanzung)
  • Verbesserung der Wasserqualität
  • Verbesserung des Laichplatzangebotes
  • Fördern wärmeliebender Arten der offenen und extensiven Landschaften wie Reptilien, Amphibien, Tagfalter, Heuschrecken und Libellen

Von den offenen, flachen und wechselfeuchten Uferbereichen konnten auch diverse Vögel (unter anderem Limikolen) profitieren und durch die Pflanzung von heimischen Weichhölzern wurde der im Seebachtal vorkommende Biber unterstützt.

Derselbe Landschaftsaspekt neun Jahre später, im Spätsommer 2013.